Unverändert gültig seit: 6. Juni 2002
Wegen der unübersichtlichen politischen Verhältnisse in Madagaskar,
die unter anderem in der Ausrufung des Ausnahmezustands am 22. Februar
2002 für das ganze Land und die Verhängung des Kriegsrechts am 1. März
2002 für die Hauptstadt Antananarivo zum Ausdruck kommen, wird von Reisen
in die Republik Madagaskar bis auf weiteres abgeraten.
In den Provinzen bestehen Sezessionsbestrebungen. Bislang kam es im
Zuge der Unruhen in mehreren Landesteilen zu über 80 Toten und einer
Vielzahl von Verletzten. Der Flugverkehr von und nach, aber auch in
Madagaskar findet unregelmäßig statt, die Fluggesellschaften haben ihre
Flüge eingeschränkt oder sogar eingestellt.
Der Personen-Nahverkehr ist stark eingeschränkt, Straßenblockaden
machen Individualreisen innerhalb des Landes nahezu unmöglich. Die
Versorgung mit Treibstoff ist sehr prekär, bei einigen
Grundnahrungsmitteln (Zucker, Salz, Speiseöl, Reis) und Medikamenten
besteht Knappheit. Bei Anhalten der Krisensituation muss mit Ausfällen
bei der Strom- und Wasserversorgung gerechnet werden. Die Versorgung mit
Bargeld ist schwierig.
Auf internationale Vermittlung wurde am 18. April 2002 in Dakar/Senegal
zwar ein Kompromiss zur Lösung der politischen Krise vereinbart, dessen
praktische Umsetzung aber noch aussteht. Die Lage hat sich daher bislang
nicht entspannt.
Anschrift
der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Antananarivo
wg. Umbaus des bisherigen Bürogebäudes b.a.w.: